Wie beginnt man einen Blog? Lange habe ich überlegt, was ich genau schreiben möchte. Meine Artikel zu verschiedenen Themen sind zum großen Teil bereits fertig, aber sie einfach lieblos ins Internet zu stellen, kam für mich nicht in Frage. Es soll schließlich ansprechend sein und hier komme ich schon zum nächsten Problem:
Wie gestaltet man theologischen und philosophischen Content interessant? Eine gute Antwort darauf habe ich noch nicht gefunden. Also werde ich es einfach probieren und mich auf diesen Seiten austoben.
Hier meine Idee: Ich möchte dich, lieber Leser, auf eine Reise mitnehmen – eine intellektuelle Reise. Eine Reise, die auch ich bereits hinter mich gebracht habe und die uns zur Wahrheit führen soll. Das mag für den einen oder anderen vielleicht arrogant klingen, doch ich bin überzeugt, die Wahrheit gefunden zu haben.
Glaub mir eines: Dies ist kein Werk eines indoktrinierten Christen. Ich selbst hätte niemals erwartet, zum Christentum, geschweige denn zum Katholizismus, zu konvertieren. Lange Zeit empfand ich das Christentum als absurd. Die Bibel schien mir ein Buch voller Mythen zu sein. Gott, der Mensch wird, um uns zu erlösen? Für mich war das undenkbar. Eine leibliche Auferstehung? Nur Wunschdenken schwacher Menschen, die Angst vor dem Tod haben. Das ich in all diesen Fragen falsch liegen könnte, kam mir nie in den Sinn.
Als meine erste Tochter geboren wurde, veränderte sich nicht nur mein Leben, sondern auch meine Sicht auf die Welt. Ich begann, wieder Fragen zu stellen. Es war nichts Schlimmes passiert – meine Tochter kam, Gott sei Dank, gesund zur Welt, und auch meiner Frau ging es nach der Geburt gut. Dennoch tauchte ich immer tiefer in Gedanken ein. Was ist der Sinn des Lebens? Gibt es ein Leben nach dem Tod? Könnte vielleicht eine der Weltreligionen die Wahrheit enthalten?

Wie nähert man sich solchen großen Fragen? Da ich gerne in die Gedanken der verschiedensten Menschen schaue, war mir klar was ich zu tun hatte: Lesen und zwar nicht irgendetwas, sondern das beste was es auf dem Markt gibt. Wie findet man die beste Literatur? Zunächst habe ich gegoogelt und in verschiedenen Foren gelesen. So stieß ich recht schnell auf den Philosophen Edward Feser, der ein Buch mit dem Titel „5 Gottesbeweise“ verfasst hatte. Ich bestellte es und begann zu lesen. Hier möchte ich nicht zu viel verraten (eine ausführliche Rezension habe ich ebenfalls hier veröffentlicht), doch das Buch ist hervorragend gelungen und schafft es, auch eine weniger akademische Leserschaft zum Nachdenken über Gott anzuregen. Zum ersten Mal in meinem Leben kam ich mit den Gedanken des heiligen Thomas von Aquin in Berührung, und zum ersten Mal erschien mir die Idee eines persönlichen Schöpfergottes nicht mehr absurd, sondern als eine ernstzunehmende Hypothese. Das ein Theologe rationale Argumente für den Glauben lieferte war für mich etwas völlig Neues und begeisterte mich.
Edward Feser war für mich der Einstieg, aber noch lange nicht das Ende meiner Reise. Knapp 100 Bücher später kann ich sagen, dass Gott existiert und beweisbar ist. Jeder, der die Fakten kennt und diese rational einordnet, der wird zu dem Schluss kommen das Gott, also ein persönlicher Schöpfer existiert. Das Problem ist nur, dass wir in den westlichen Gesellschaften nicht unbelastet an gewisse Fakten kommen. Unsere Gesellschaft ist von einem unausgesprochenen Atheismus durchzogen und Religion wird lediglich als Kulturveranstaltung gesehen. Beschäftigt man sich jedoch etwas tiefer mit dem Thema, dann wird man auf Gold stoßen.
Hat man einmal erkannt, dass es Gott geben muss, dann liegt natürlich die nächste Frage auf der Zunge: Welche Beziehung hat Gott zu uns Menschen? Sprich, welche der monotheistischen Religionen ist die wahre Religion? Auch hier gibt es sehr gute Gründe für das Christentum, die wir uns nach und nach genau ansehen werden.
Der Fahrplan ist also folgender:
Zunächst widmen wir uns verschiedenen Gottesbeweisen. Dabei blicken wir zurück auf die griechische Antike vor 2500 Jahren und folgen anschließend ihrem Einfluss durch die gesamte Philosophiegeschichte. Was uns hier überraschen wird, ist das die meisten Probleme schon lange vor unserer Zeit in ausreichendem Maß gelöst worden sind.
Eng verbunden mit der Gottesfrage ist auch die Widerlegung des Atheismus. Dieser verleugnet nicht nur Gott als persönlichen Schöpfer des Universums, nein, er bedroht auch unser gemeinsames Erbe, dem wir unsere modernen Menschenrechte zu verdanken haben. Der Atheismus und ähnliche Weltbilder müssen also abgehandelt und widerlegt werden.
Dann betrachten wir in verschiedenen Artikeln die Glaubwürdigkeit des Christentums. Wir werden Fragen behandeln wie: Ist die Bibel glaubwürdig? Wurde die Bibel verfälscht? War Jesus eine reale historische Person? Ist die Auferstehung ein historisches Faktum?
Wenn wir erkannt haben, dass das Christentum die Wahrheit ist, stellt sich die entscheidende Frage: Welche Ausprägung des Christentums entspricht dieser Wahrheit? Soll ich evangelisch, freikirchler, orthodox oder katholisch werden?
Wir werden auf diese Fragen eine Antwort finden. Die Antwort wird vielleicht nicht allen gefallen, aber wenn es eine Wahrheit gibt, dann existiert diese unabhängig davon, ob sie uns gefällt oder nicht.
Ich sehe diesen Blog als Einladung zum denken, recherchieren und auch diskutieren. Ich bin per Mail erreichbar und beantworte gerne spezifische Fragen.
Dann bleibt uns nur noch, uns gegenseitig viel Glück zu wünschen.

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